Ein nicht dotierter Sonderpreis ging an das Duisburger „Institut für soziale Innovationen e. V.“ für ihr Projekt „Aufrichten!“: UNICEF-Vorstandsmitglied Daniela Schadt, Programmdirektorin Valerie Weber und NRW-Staatssekretär Nathanael Liminski mit den Sonderpreisträgern. © WDR/Dirk Borm

WDR-Kinderrechtepreis 2018: Vier Projekte aus NRW in Köln ausgezeichnet

Ein nicht dotierter Sonderpreis ging an das Duisburger „Institut für soziale Innovationen e. V.“ für ihr Projekt „Aufrichten!“: UNICEF-Vorstandsmitglied Daniela Schadt, Programmdirektorin Valerie Weber und NRW-Staatssekretär Nathanael Liminski mit den Sonderpreisträgern.
© WDR/Dirk Borm

Vier Projekte und Initiativen aus Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag (23. September) in Köln mit dem WDR-Kinderrechtepreis 2018 ausgezeichnet worden. Laudatoren waren UNICEF-Vorstandsmitglied Daniela Schadt, NRW-Staatssekretär Nathanael Liminski, Schauspieler Jan-Gregor Kremp und KiKa-Moderator André Gatzke. WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber sagte in ihrem Grußwort: „Der WDR sieht sich als öffentlich-rechtlicher Sender in der Pflicht, nicht nur über negative Entwicklungen bei den Kinderrechten zu berichten, sondern auch und gerade die vielen positiven Beispiele in unserem Land zu würdigen.“

Gewinner aus Bonn, Solingen, Menden und Duisburg

Der mit 2500 Euro dotierte erste Preis ging an das Bonner Musicalprojekt „Generation Z – kann doch was!“. Der zweite, mit 2000 Euro dotierte Preis ging an die Klasse 8b der Solinger Friedrich-Albert-Lange-Schule, die eine Patenschaft für ein Kinderhospiz übernommen hat. Der dritte, mit 1000 Euro dotierte Preis ging an die evangelische Jugendhilfe in Menden für ihre traumapädagogischen Kinderfortbildungen. Ein nicht dotierter Sonderpreis ging an das Duisburger „Institut für soziale Innovationen e. V.“ für ihr Projekt „Aufrichten!“.

Über die Preise hatten eine Kinder- und eine Erwachsenenjury abgestimmt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist erstmals Schirmherr des WDR-Kinderrechtepreises, der in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen wurde. Der WDR setzt mit dem Preis seit 1994 ein wichtiges Zeichen für die Kinderrechte.

Zitate der Preisträgerinnen und Preisträger zu ihren Projekten:

Lara Mirchandani, Gründerin des Bonner Musicalprojekts „Generation Z – kann doch was!“: „Wir wollten den ganzen Vorurteilen entgegenwirken, dass wir immer nur mit dem Handy beschäftigt sind und nichts auf die Reihe bekommen.“

Kira Finkenrath, Klassensprecherin der Klasse 8b der Friedrich-Albert-Lange-Schule in Solingen: „Die Vorstellung, dass ein todkrankes Kind nicht die Möglichkeit bekommt, mit seiner Familie im letzten Abschnitt seines Lebens zusammen zu sein, ist für uns kaum zu ertragen, denn jeder von uns kennt die Bedeutung seiner eigenen Familie. Wir sind fest davon überzeugt, dass es wichtig ist, sich für die Rechte dieser kranken Kinder einzusetzen und mitzuhelfen, dass das Hospiz weiterbestehen kann.“

Claudia Schirmer, Leiterin der evangelischen Jugendhilfe Menden: „An der traumapädagogischen Fortbildung nehmen Kinder teil, die in Pflegefamilien und Wohngruppen leben und traumatische Belastungen in ihrer Biografie erfahren haben. Traumatische Erfahrungen erzeugen großen seelischen Stress für die Kinder. Dieser bedeutet das Erleben von Angst und Ohnmacht. Wir wollen die Kinder mit der Fortbildung unterstützen und ermutigen, sich selbst wieder als wirksam und kompetent zu erleben. Kinder stark machen ist unser Ziel!“

Viola Werner, Leiterin der Duisburger „Initiative soziale Innovationen e. V: „Unser Ziel ist es, geflüchteten Kindern und Jugendlichen altersgerechte Möglichkeiten zu bieten, in Sicherheit ihre Freiheit zu leben, sich kreativ und künstlerisch auszudrücken und im Kontakt mit anderen Kindern und Jugendlichen ihr Leben hier in Deutschland mitzugestalten.“

Weitere Informationen zum WDR-Kinderrechtepreis:

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