Die Regelinsolvenz und was Sie darüber wissen sollten!

Verbraucherzentrale Hamburg informiert und berät zum Regelinsolvenzverfahren

Schnelle Hilfe für Selbstständige mit Schuldenproblemen

Nicht immer laufen die Geschäfte für Selbstständige wie Handwerker, Fahrradkuriere oder Grafiker so, dass sie davon leben können. Oft fehlen den Betroffenen die notwendigen kaufmännischen Kenntnisse, um als Unternehmer erfolgreich zu sein, und sie rutschen in die roten Zahlen. In vielen Fällen ist eine Insolvenz der einzige Weg aus der Schuldenmisere. Klein- und Kleinstselbstständige mit Schuldenproblemen bekommen ab sofort Hilfe bei der Verbraucherzentrale Hamburg, wenn sie ihre Finanzen in Ordnung bringen und einen Antrag auf Regelinsolvenz stellen möchten.

Die Schuldnerberater der Verbraucherzentrale prüfen die Finanzsituation der Betroffenen und helfen beim Planen der nächsten Schritte. Die Experten erläutern den Weg durchs Insolvenzverfahren, besprechen Vor- und Nachteile, wägen die Entscheidung über eine Insolvenz gemeinsam mit den Kleinunternehmern ab und helfen schließlich auch beim Ausfüllen der Antragsformulare. “Neben dem Antrag fürs Regelinsolvenzverfahren ist ein mehrseitiger Anhörungsfragenbogen beim Insolvenzgericht einzureichen. Viele Schuldner fühlen sich dazu nicht imstande. Wir greifen ihnen unter die Arme und bringen alles auf den Weg”, berichtet Kerstin Föller von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Unterstützung der unabhängigen Schuldnerberater ist für aktive oder ehemalige Klein- und Kleinstselbstständige unentgeltlich, wenn ihr Einkommen die von der Freien und Hansestadt Hamburg festgelegten Einkommensgrenzen nicht überschreitet. “Ein Single ohne Kinder muss für unsere Hilfe bis zu einem Einkommen von 1.433 netto nichts zahlen”, erläutert Föller. Seit August übernimmt die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration nicht nur die Kosten der professionellen Schuldnerberatung für normale Verbraucher, sondern bezuschusst auch die für Kleinunternehmer. “In der Vergangenheit mussten wir Menschen, die wegen ihrer Selbstständigkeit in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren, oft wieder wegschicken. Es wurde also eine echte Beratungslücke geschlossen”, freut sich Föller.

Klein- und Kleinstunternehmer mit Schuldenproblemen können unter Tel. (040) 24832-109 einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Die Wartezeit beträgt zurzeit etwa drei Wochen. Weitere Informationen zum neuen Beratungsangebot sind veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de.

Hinweis:

Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet für (ehemals) Selbstständige außerdem regelmäßig den Vortrag “Wege aus der Schuldenfalle” an. Die nächste Veranstaltung findet statt am Montag, 10. Dezember 2018, um 18.30 Uhr. Anmeldung unter www.vzhh.de.

 

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