Produktinformationen im Onlineshop: Aktualität und Richtigkeit zählen

Verbraucher vertrauen auf Produktwerbung beim Onlinekauf

Einkaufen im Internet ist längst auch bei älteren Verbraucherinnen und Verbrauchern Alltag. Viele verlassen sich dabei auf die Produktinformationen der Hersteller
oder Händler und setzen weniger auf unabhängige Quellen.

Das Wichtigste in Kürze

–       Online-Shopping für die meisten längst Alltag

–       Vorsicht vor falschen Produktinformationen

–       Tipps zum Online-Shopping

 

Online Shopping längst Standard

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch das große Weihnachtsgeschäft der Händler und Hersteller. Auf der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken für die Liebsten schauen wir uns nicht mehr nur beim Händler um die Ecke um, sondern auch Online. Online-Shopping gehört auch bei Älteren längst zum Alltag. Das ergab eine von der Deutschen Seniorenliga zusammen mit der Verbraucherzentrale Bremen durchgeführten Befragung. 95 Prozent der Befragten nutzen Online-Shopping. Am häufigsten werden Bücher, CDs, Filme oder Hörbücher (56 Prozent), Haushaltsgegenstände (51 Prozent) oder Elektroartikel (48 Prozent) online übers Internet bestellt.

Vorsicht vor falschen Produktinformationen

Produktbewertungen anderer Nutzer spielen für neun Prozent der Befragten keine Rolle bei der Entscheidung für oder gegen den Kauf eines Produktes. Die Hälfte derjenigen trauen den Aussagen nicht. Gut ein Drittel (36 Prozent) zieht dagegen regelmäßig Produktbewertungen Anderer zu Rate. Dr. Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen rät dabei zur Vorsicht: „Verbraucher sollten ihre Kauf-entscheidung nicht allein auf Produktbewertungen stützen“, so Oelmann. „Es besteht grundsätzlich immer die Gefahr, auf gefälschte Bewertungen reinzufallen“, so Oelmann weiter.

Abseits der Produktbewertungen informieren sich die meisten der Befragten vorab über die Produkte (93 Prozent). Die meisten trauen dabei den Aussagen des Herstellers (67 Prozent) oder des Händlers (56 Prozent). Für Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga eine Überraschung. „Ich rate zur Vorsicht im Umgang mit Hersteller-und Händleraussagen. Wie beim Arzt ist hier die Zweitmeinung gefragt; die erfahrungsgestützte Einschätzung durch Verbraucher und verbraucherorientierte, unabhängige Institutionen.“, so Hackler. Immerhin 48 Prozent informieren sich vorab in Verbraucherzeitschriften, wie zum Beispiel bei der Stiftung Warentest.

Tipps zum Online-Shopping

Damit auch das Online-Einkaufen in der Vorweihnachtszeit problemlos und ohne Ärger funktioniert, hat die Verbraucherzentrale Bremen einige Tipps zum sicheren Online-Shopping zusammengestellt.

  • Kaufen Sie möglichst nur in bekannten Shops.
  • Werden Sie kein Opfer von Fake-Shops. Misstrauen Sie Shops, die keine Informationen zur Identität des Shop-Betreibers haben, deren Kontaktdaten unvollständig sind, oder deren Sitz im nicht europäischen Ausland ist.
  • Lassen Sie sich nicht allein vom Preis blenden. Vergleichen Sie die Preise und Rahmenbedingungen auch bei anderen Anbietern, sowohl online als auch im stationären Handel.
  • Erfahrungsberichte anderer Käufer können hilfreich sein. Sie sollten Ihre Entscheidung allerdings nicht allein darauf stützen, da solche Erfahrungsberichte gefälscht sein können.
  • Zahlen Sie keinesfalls per Vorkasse. Nutzen Sie möglichst sichere Zahlungsmittel, wie zum Beispiel Lastschriftverfahren, oder den Kauf per Rechnung.
  • Schützen Sie sich vor unberechtigtem Zugriff Dritter auf sensible Daten. Überprüfen Sie daher regelmäßig ihre Sicherheitseinstellungen am PC, Tablet oder Smartphone.

Zur Umfrage

Die Deutsche Seniorenliga hat im Oktober 2018 insgesamt 397 ihrer Mitglieder online befragt. Befragt wurden Personen im Alter zwischen 41 und über 90 Jahre. Unter den Befragten waren 64 Prozent Männer und 36 Prozent Frauen aus ganz Deutschland. 89 Prozent der Befragten befinden sich im Ruhestand.

Weitere Informationen:

In der Untersuchung: „Fälschungen bei Bewertungen – Bekämpfen Online-Portale sie wirksam“ hat der Marktwächter der Verbraucherzentralen für die digitale Welt den Umgang von Portalen mit Produktbewertungen untersucht.

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