Berufsunfähigkeitsversicherung: Infos für junge Menschen. Aktuelle Testsieger vergleichen & optimale Berufsunfähigkeitsversicherung finden.

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Hallo, mein Name ist Roland Richert
Als gelernter Versicherungsfachfamm informiere ich Verbraucher zu den Themen; Versicherungen und Finanzen völlig kostenlos. Ich verkaufe weder Versicherungs- und/oder Finanzprodukte.
Roland Richert
Kategorie: Berufsunfähigkeitsversicherung

So früh wie möglich

Der Gesund­heits­zustand ist ausschlag­gebend dafür, ob und zu welchen Konditionen ein Versicherer einen Vertrag anbietet. Jüngere sind zwar nicht generell gesünder als ältere Menschen, doch laut Statistik nehmen Kranken­haus­auf­enthalte mit steigendem Lebens­alter zu. Die Versicherer nehmen vor Vertrags­schluss eine Risiko­prüfung vor. Das heißt: In einem Gesund­heits­fragebogen müssen Antrag­steller ambulante Behand­lungen und Erkrankungen meist der vergangenen fünf Jahre angeben sowie stationäre Aufenthalte meist der vergangenen zehn Jahren.

Nicht alle erhalten ihren Wunsch­vertrag

Die Ergeb­nisse von Leser­umfragen der Stiftung Warentest zeigen, dass aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen längst nicht alle den Vertrag bekommen, den sie sich wünschen. Zum Beispiel bieten Versicherer bei Allergien, Haut­problemen, Atemwegs­erkrankungen, Diabetes, Sport­verletzungen oder Rücken­beschwerden häufig nur Verträge mit Ausschluss oder Beitrags­zuschlag an. Manchmal müssen Kunden Abstriche bei der Lauf­zeit oder Rentenhöhe machen. Mit einer Diagnose wie Krebs oder einer psychischen Erkrankung ist der Schutz so gut wie ausgeschlossen.

Auszubildende und Studierende

Auszubildende und Studierende sollten sich an den sehr guten Angeboten im Test orientieren. Achtung: In der Regel bietet ihnen der Versicherer nur eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro oder 1 500 Euro an. Deshalb sollten sie darauf achten, dass der Vertrag die Möglich­keit einer Nach­versicherung berück­sichtigt. Schreitet die Karriere voran, reicht eine Monats­rente von 1 000 Euro vielleicht nicht mehr aus. Der Versicherer sollte anbieten, ohne erneute Gesund­heits- und Risiko­prüfung die Rente auf 2 000 Euro oder mehr erhöhen zu können, zum Beispiel bei Eintritt in das Berufs­leben, Heirat oder Hauskauf.

Berufs­unfähig während Ausbildung oder Studium

Was gilt eigentlich, wenn Auszubildende und Studierende während der Ausbildungs- und Studien­phase berufs­unfähig werden? Wir haben fest­gestellt, dass Versicherer unterschiedliche Rege­lungen anbieten. Nach unserer Auffassung ist es von Vorteil, wenn der Versicherer bei Prüfung einer Berufs­unfähigkeit dann auf den angestrebten Zielberuf abstellt. Bei Auszubildenden ist dies eher unpro­blematisch. Studierende hingegen haben in manchen Studien­gängen eine Vielzahl von Berufs­möglich­keiten. Deshalb ist es für sie vorteilhaft, wenn der Versicherer ihnen die Möglich­keit bietet, den angestrebten Beruf in den Vertrag aufzunehmen.

Spezielle Tarife für junge Leute: Starter­police

Manche Versicherer bieten Schülern, Auszubildenden und Studierenden unter der Bezeichnung „Starter­police“ oder „Einsteiger­tarif“ güns­tige Tarife mit Preis­nach­lässen an. Die Beiträge sind anfangs günstig und werden später teurer. Die Idee dahinter: Wer im Berufs­leben später mehr verdient, kann sich den höheren Beitrag dann eher leisten. Es gibt verschiedene Angebots­varianten: In manchen Tarifen steigen die Beiträge jähr­lich mit dem Lebens­alter bis zum Ende der Lauf­zeit. Andere Tarife enden nach fünf oder zehn Jahren. Kunden sollten darauf achten, dass sie dann ohne erneute Gesund­heits- und Berufs­risiko­prüfung in den Normal­tarif wechseln können.

Tipp: Lassen Sie sich vorrechnen, welche Variante über die gesamte Lauf­zeit gerechnet am güns­tigsten ist.

Starter­tarif oder Normal­tarif

Oft fällt es durch die in den Starter­tarifen in den ersten Jahren güns­tigen Prämien einfacher, sich schon früh­zeitig Berufs­unfähigkeist­schutz zu sichern.

Preisbeispiel: Eine 19-jährige, die eine Ausbildung zur Pflegefach­kraft (Gesund­heits- und Kranken­pflegerin) macht, zahlt bei einem Versicherer rund 96 Euro für eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente von 1 000 Euro im so genannten „Normal­tarif“. Der Vertrag läuft bis zum 67. Geburts­tag. Insgesamt würde sie rund 55 267 Euro an den Versicherer zahlen. Wählt die Auszubildende einen Starter­tarif, zahlt sie anfangs monatlich 29 Euro. Der Beitrag erhöht sich jähr­lich, bis sie im fünften Versicherungs­jahr rund 42 Euro monatlich zahlt. Danach wechselt sie ohne erneute Gesund­heits­prüfung in den „Normal­tarif“. Der Monats­beitrag liegt bis zum Laufzeit­ende bei 106 Euro. Die gesamte Einzahlungs­summe beträgt rund 56 980 Euro und ist damit nur etwas höher als wenn die Auszubildende gleich den Normal­tarif gewählt hätte.

Quelle: Stiftung Warentest

 

 

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