Mehr als ein Viertel der Deutschen wird berufsunfähig

Existenzabsicherung: Rechtzeitig gegen brisante Ernstfälle wappnen

Heutzutage gibt es für fast alles eine Versicherung – sei es für das neue Smartphone oder hochwertigen Zahnersatz. Zweck ist, im Ernstfall finanzielle Schäden für die Versicherten abzuwenden. Doch manche Ernstfälle sind brisanter als andere – einige können sogar die Existenz bedrohen. Die VGH klärt auf, welche Policen besonders wichtig sind, um für eine ausreichende Existenzabsicherung zu sorgen.

 

Die große Mehrheit der Deutschen hat eine Privat-Haftpflichtversicherung abgeschlossen – und das aus gutem Grund. Niemand möchte sich durch einen Moment der Unachtsamkeit in die Bredouille bringen, für teils horrende Schäden aufkommen zu müssen. Insbesondere bei Personenschäden kann der Schadensersatz schnell den finanziellen Ruin bedeuten. Lebenslange Zahlungen an Betroffene können dazu führen, dass man die eigene Lebensplanung plötzlich über den Haufen werfen kann. Die Privat-Haftpflichtversicherung bietet hier einen verlässlichen Schutz.

Mehr als ein Viertel der Deutschen wird berufsunfähig

Der Gedanke an eine Gefährdung der eigenen Existenz ist für viele mit dem Verlust des Arbeitsplatzes verknüpft. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben trotzdem nur wenige abgeschlossen. Lediglich 35 Prozent der Deutschen haben sich gegen das Risiko abgesichert, aufgrund gesundheitlicher Probleme das eigene Vermögen zu verlieren. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov Deutschland im Auftrag der VGH und anderer öffentlicher Versicherer. Die Deutsche Aktuarvereinigung fand zudem heraus, dass insgesamt jeder Vierte gegen Berufsunfähigkeit Versicherte später auch tatsächlich berufsunfähig wird. „Mit Blick auf die Gesamtbevölkerung dürfte dieser Anteil noch höher liegen“, sagt VGH-Experte Frank Heuer.

Existenzabsicherung: je früher, desto vorteilhafter

Die einmal abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung ist sehr flexibel. Je früher sie abgeschlossen wird, desto vorteilhafter fällt sie in der Regel für die Versicherten aus. Das liegt zum einen daran, dass zu Beginn eine Gesundheitsprüfung vollzogen wird, die bei jungen Menschen naturgemäß besser ausfällt. Spätere Beeinträchtigungen der körperlichen oder geistigen Gesundheit haben keinerlei Auswirkung auf die bereits abgeschlossene Versicherung. Das Gleiche gilt auch für einen Jobwechsel. Da einige Berufe ein höheres Risiko mit sich bringen, berufsunfähig zu werden, wird die Wahl des Arbeitsplatzes bei der Berechnung der Versicherungsprämie ebenfalls berücksichtigt, später jedoch nicht mehr geändert. Dadurch profitieren insbesondere Schüler und Studierende von einem frühen Abschluss, denn sie gelten als risikoarme Berufsgruppe.

Außerdem ist es möglich, die Versicherungspolice jederzeit an aktuelle Lebensumstände anzupassen. „Durch Beförderungen oder Lohnerhöhungen zum Beispiel steigt auch der Lebensstandard. Dann kann es sinnvoll sein, die Absicherung zu erhöhen“, weiß Frank Heuer. Auch eine Eheschließung oder die Geburt von Kindern können Gründe sein, die Berufsunfähigkeitsrente anzuheben. In diesen Fällen ist es oft nicht nötig, sich einer erneuten Gesundheitsprüfung zu unterziehen.

Mit einer Risikolebensversicherung die Lieben schützen

Eltern möchten nur das Beste für ihre Kinder. Eine Sorge ist, was mit dem Nachwuchs und dem Lebenspartner passiert, sollte ein Elternteil früh sterben. Eine Risikolebensversicherung bringt hier Sicherheit. Einmal abgeschlossen, sorgt sie dafür, dass die Hinterbliebenen finanziell abgesichert sind. Auch wer keine Kinder hat, aber mit dem Ehepartner oder der Ehepartnerin eine nicht abbezahlte Immobilie besitzt, kann mit einer Risikolebensversicherung dafür sorgen, dass die Hinterbliebene weiter fällige Raten zahlen können und nicht aus dem gemeinsamen Haus ausziehen müssen. „Ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich auch bei der Risikolebensversicherung ein früher Abschluss, um von einer möglichst kurzen Krankenvorgeschichte zu profitieren“, rät VGH-Fachmann Heuer.

Die YouGov-Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.074 Personen zwischen dem 24. Und 27. September 2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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