• Vorsatz: Wer mit seinem Kfz vorsätzlich Schäden verursacht, für den besteht kein Schutz durch die Kfz-Versicherung. Er muss selbst für die Schäden geradestehen.
  • Verletzung von Pflichten: Sie haben das Kfz unverschlossen und mit steckendem Zündschlüssel über Nacht auf einem Firmengelände stehen lassen, wo es gegen Ihren Willen zu einer Fahrt entwendet wurde, auf der es zu einem Unfall gekommen ist? Oder waren Sie zum Beispiel ohne Führerschein unterwegs, als ein Unfall passierte oder standen Sie unter Alkoholeinfluss? Dann haben Sie eine Ihrer Pflichten beim Gebrauch des Kfz verletzt. Das gilt auch, wenn Sie Ihren Versicherer über einen Schadenfall nicht innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist informiert haben.
    Wenn Sie diese Pflichten verletzen und die Pflichtverletzung auch Ursache für den Schaden war, kann der Versicherer – je nach dem Grad des Verschuldens – , einen Teil seiner Leistungen vom Versicherungsnehmer und/oder von mitversicherten Personen (zum Beispiel dem Fahrer) zurückfordern. Dabei kann der Kfz-Haftpflichtversicherer eine Erstattung bis zu einem bestimmten Höchstbetrag – maximal bis zu 5.000 Euro – verlangen. Die meisten Versicherer schöpfen die gesetzlich zulässigen Möglichkeiten voll aus. Die Verkehrsopfer sind in der Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt, da der Versicherer verpflichtet ist, ihnen den Schaden zu ersetzen.
  • Eigenes Verschulden: Sie haben als Fahrer den Unfall selbst verschuldet und werden verletzt: Hier greift die Kfz-Haftpflichtversicherung für Sie nicht. Die Bei- und Mitfahrer allerdings sind über die Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt. Bei einem fremdverschuldeten Kfz-Unfall kommt für sämtliche Unfallopfer die Kfz-Haftpflichtversicherung desjenigen auf, der den Unfall verursacht hat.

 

Print Friendly, PDF & Email
Roland Richert
X