Hat das Verkehrsopfer in Deutschland seinen Wohnsitz und hat sich der Verkehrsunfall außerhalb von Deutschland – in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in Norwegen, Liechtenstein oder Island – ereignet und ist das Kfz des Unfallverursachers in einem der genannten Staaten zugelassen, hat das Verkehrsopfer die Wahl: Um den entstandenen Schaden regulieren zu lassen, können Sie sich als Verkehrsopfer entweder an den in Deutschland tätigen Schadenregulierungsbeauftragten des Kfz-Haftpflichtversicherers des Unfallverursachers oder aber direkt an den Kfz-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers im Ausland wenden. Namen und Anschrift des Beauftragten für die Schadenregulierung können Sie beim Zentralruf der Autoversicherer erfahren.

Machen Ihnen jedoch weder die Versicherungsgesellschaft noch deren deutscher Schadenregulierungsbeauftragter innerhalb von 3 Monaten ab Meldung des Schadens ein Angebot zur Schadensregulierung, können Sie sich an die Verkehrsopferhilfe e.V. wenden. Das gilt auch für den Fall, dass die andere Seite Ihren Anspruch zurückweist.

 

 

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Roland Richert
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