Über Geld spricht man nicht, das hat man, so ein bekanntes Sprichwort. Laut einer aktuellen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank verhält sich die Mehrheit der Deutschen dementsprechend: Für 70 Prozent sind Gespräche über den schnöden Mammon tabu. Ob Ost- oder Westdeutscher, Mann oder Frau, Gering- oder Besserverdiener – das Tabu zieht sich quer durch alle Bevölkerungsschichten. Mit einer Ausnahme: „Junge Menschen gehen vergleichsweise offen mit Finanzthemen um“, erläutert Katrin Chrambach von der Postbank. 80 Prozent der unter 30-Jährigen plaudern in der Öffentlichkeit über ihr Einkommen (Durchschnitt: 56 Prozent), 64 Prozent über ihre Geldanlage (Durchschnitt: 42 Prozent) und 53 Prozent schweigen sich nicht einmal über ihre Schulden aus (Durchschnitt: 40 Prozent). „Ob sich diese Offenheit gegenüber Geldthemen mit fortschreitendem Alter auswächst oder ob eine Generation heranwächst, die eine offene Gesprächskultur in Sachen Finanzen pflegt, bleibt abzuwarten“, so Katrin Chrambach. „Ein offenerer Austausch hätte für unerfahrenere Anleger auf jeden Fall Vorteile.“

 

Informationen zur Umfrage:

In einer repräsentativen Online-Befragung interviewte Kantar im Auftrag der Postbank zwischen dem 11. und 21. Juni 2021 insgesamt 1.000 Befragte ab 18 Jahren.

 

 

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Roland Richert
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