Die Kapitallebensversicherung stellt eine Kombination aus einer Risikolebensversicherung mit Zahlung im Todesfall und einem langfristigen Sparvorgang mit Zahlung nach Ende der Laufzeit mit Zinsen dar. Wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt, erhält die begünstigte Person, der so genannte Bezugsberechtigte, die Versicherungssumme ausgezahlt. Erlebt der Versicherte den Vertragsablauf, wird das über die Laufzeit angesammelte Kapital an den Versicherungsnehmer oder eine andere, von ihm benannte Person ausgezahlt. Dabei zahlt die Versicherungsgesellschaft nicht nur die vertraglich garantierte Versicherungssumme aus, sondern in der Regel auch einen zusätzlichen Anteil an den Gewinnen, die das Unternehmen während der Laufzeit aus Ihren Prämien erwirtschaftet hat (die Überschussbeteiligung).

Eine Ausnahme bilden fondsgebundene Lebensversicherungen, die in der Regel nur im Todesfall garantierte Leistungen bieten.

Eine Kapitallebensversicherung können Sie in bestimmten Fällen auch beleihen und so als Sicherheit für ein Darlehen nehmen.

Sie können die Lebensversicherung auch auf das Leben eines anderen abschließen. In diesem Fall muss die versicherte Person schriftlich in den Vertrag einwilligen, bevor dieser geschlossen wird. Eine Einwilligung ist jedoch nicht erforderlich, wenn die vereinbarte Leistung den Betrag der üblichen Beerdigungskosten von gegenwärtig 8.000 Euro nicht überschreitet. Auch für Kollektivverträge im Bereich der betrieblichen Altersversorgung ist ein derartiges Einwilligungserfordernis nicht vorgeschrieben.

 

 

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Roland Richert
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