Wenn Sie Ihre Kapitallebensversicherung nicht behalten wollen, ist es möglich, den Vertrag zu kündigen. Der Versicherer zahlt Ihnen dann einen so genannten Rückkaufswert.

Sie brauchen grundsätzlich keine Kündigungsfrist einzuhalten, wenn Sie Versicherungsverträge kündigen wollen, bei denen laufende Prämien oder ein Einmalbeitrag eingezahlt werden. Sind laufende Prämien vereinbart, wird die Kündigung allerdings erst zum Ende der laufenden Versicherungsperiode wirksam, das heißt in der Regel frühestens zum Ende des ersten Versicherungsjahres. Als Versicherungsperiode wird der Zeitabschnitt bezeichnet, nach dem die Prämie bemessen ist. Normalerweise ist dies ein Jahr.

Lassen Sie sich beraten, ob es nicht eine Alternative zur Kündigung gibt. Denn beenden Sie den Vertrag, kann das deutliche Nachteile für Sie haben. Zu Anfang der Laufzeit ist nur ein Mindestwert als Rückkaufswert vorhanden. Auch in den Folgejahren wird der Rückkaufswert in der Regel nicht unbedingt die Summe erreichen, die im Laufe der Zeit durch Ihre gezahlten Beiträge zusammengekommen ist.

Die Einzelheiten zu den Voraussetzungen und Folgen der Kündigung finden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die Ihrem Vertrag zugrunde liegen. Diese sollten Sie vor einer Kündigung durchlesen.

Wenn Ihnen die laufenden Beiträge zu hoch geworden sind, gibt es Alternativen zur Kündigung. Sie können die Beiträge entweder – sofern vertraglich vereinbart oder mit Zustimmung des Versicherers – heruntersetzen oder den Vertrag ganz beitragsfrei stellen. Dann fällt die Pflicht weg, Prämien zu zahlen, aber der Vertrag wird dennoch mit verringerten Leistungen fortgeführt. Einzelheiten zu den Voraussetzungen und Folgen der Beitragsfreistellung sind ebenfalls in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen aufgeführt, die Ihrem Vertrag zugrunde liegen.

 

 

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Roland Richert
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