Frauen sind häufiger von Stress betroffen als Männer

Gestresste Frauen:

  • 93 % der Befragten einer Swiss Life-Studie litten in den vergangenen Monaten unter Stress
  • Die Hälfte berichtet von häufigen Burn-out-Symptomen
  • Psyche ist Hauptauslöser für Berufsunfähigkeit

 

89 % der Befragten einer Studie des Versicherungsunternehmens Swiss Life litten in den vergangenen Monaten unter Stress. 44 % berichten über häufige Burn-out-Symptome. Untersucht wurden im April 2021 die Lebenswelten und das Vorsorgeverhalten von über 1.600 Frauen und knapp 1.500 Männern ab 18 Jahren. „Stress- und Burn-out-Symptome sollten ernst genommen werden, um die eigene Gesundheit sowie die finanzielle Selbstbestimmung nicht aufs Spiel zu setzen. Denn Stress kann zu psychischen Belastungen führen, die oft in einer Berufsunfähigkeit münden“, sagt Stefan Holzer, Leiter Versicherungsproduktion und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland.

 

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Stress und Burn-out-Symptomen

93 % der Frauen waren in den vergangenen Monaten von Stress betroffen und 51 % haben häufig Symptome für Burn-out erlebt. Zum Vergleich: 84 % der Männer klagen über Stress und 37 % über Burn-out-Symptome. Laut einer für die Bevölkerung repräsentativen Swiss Life-Umfrage aus dem Sommer 2020 fühlten sich damals 80 % der Befragten gestresst. 84 % der Frauen waren von Stress betroffen und 76 % der befragten Männer.

 

Die Psyche ist Hauptauslöser für eine Berufsunfähigkeit

Psychische Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen und Angststörungen sind mittlerweile mit 37 % die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit, also dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben. Im Invalidenbestand der Swiss Life ist der Anteil der Frauen, die aufgrund psychischer Erkrankungen berufsunfähig wurden, mit 44 % deutlich höher als der entsprechende Anteil der Männer mit 28 %

 

Frauen haben Nachholbedarf in der Absicherung 

„Mittlerweile muss jeder vierte Berufstätige während seines Lebens die Erwerbstätigkeit einschränken oder sogar ganz aufgeben. Wer sich frühzeitig gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit absichert, handelt verantwortungsbewusst, um auch in schwierigen Zeiten finanziell selbstbestimmt leben zu können“, so Holzer. Besonders Frauen haben einen deutlichen Nachholbedarf bei der Absicherung ihrer Arbeitskraft. Lediglich 12 % der befragten Frauen der Swiss Life-Studie sind abgesichert (Männer: 17 %). „Zuversichtlich stimmt mich allerdings, dass für 83 % der befragten Frauen eine gute Beratung in Finanz- und Vorsorgefragen eine wichtige Rolle spielt. Deshalb begreife ich es als gesellschaftliche Aufgabe unserer Branche, Frauen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und mit ihnen gemeinsam Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben zu finden“, kommentiert Holzer.

 

Vielfältige Gründe und Strategien zur Stressbewältigung 

Die Hauptgründe für Stress sind unterschiedlich: Die befragten Frauen der Swiss Life-Studie nennen neben Zeitdruck bei der Arbeit (56 %) und der Arbeitsmenge (42 %) auch den coronabedingt fehlenden Ausgleich durch Freizeitaktivitäten (35 %). Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes (17 %), eine unangenehme Arbeitsatmosphäre (24 %), die Arbeit im Homeoffice (14 %) und die Kinderbetreuung (6 %) spielen hingegen eine eher untergeordnete Rolle. Der Umgang mit Stress ist individuell. So machen 41 % Entspannungsübungen und 32 % bewegen sich mehr. Lediglich 4 % haben mit dem Arbeitgeber und nur 9 % mit einem Arzt oder Therapeuten über das eigene Stresslevel gesprochen.

 

Quelle: Swiss Life Deutschland und YouGov Deutschland, Online-Befragung von 3.131 Personen, darunter 1.025 Führungskräfte, 1.066 Beschäftigte ohne Führungsverantwortung und 1.030 Studierende, April 2021

Quelle: Swiss Life Deutschland und YouGov Deutschland, eine für die deutsche Bevölkerung repräsentative Online-Umfrage von 2.158 Personen, August 2020

Quelle: Bestand der Swiss Life-Leistungsfälle, Stand Dezember 2019

Quelle: Aktuar Aktuell, Ausgabe 44, Dezember 2018

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