Die beste Rendite für den Nach­wuchs

Welche Geld­anlage ist die beste für den Nach­wuchs? Worauf müssen Eltern beim Sparen für Kinder achten? Die Experten der Stiftung Warentest haben den Markt gesichtet.

 

ETF-Sparen für Kinder

Wie kann man am besten für sein Kind sparen? Was ist eine sinn­volle Geld­anlage? Das fragen sich viele Eltern und Groß­eltern. Ist das Kind noch klein und die Zeit noch lang bis zu Führer­schein, Ausbildung oder Auslands­auf­enthalt, dann lohnt sich Fonds­sparen am meisten. Aktienfonds bieten die besten Rendite­chancen, bergen allerdings auch die höchsten Risiken. Doch über die Jahre lassen sich Kurs­schwankungen aussitzen. Wer länger als zehn Jahre sparen kann, nimmt einen ETF-Sparplan. Für fünf bis zehn Jahre eignen sich Fest­zins­anlagen.

 

Nicht empfehlens­wert: Ausbildungs­versicherungen und Kinder­schutz­briefe

Ausbildungs­versicherungen und Kinder­schutz­briefe eignen sich nicht zum Geld­anlegen für Kinder, denn sie sind unflexibel, mit hohen Kosten verbunden und werfen wenig bis gar keine Rendite ab. Auch eigens für Kinder entwickelte Produkte haben oft viel zu hohe Kosten. Viel besser: Aktien-ETF oder ETF-Sparpläne, die direkt bei Banken abge­schlossen werden. Sie sind flexibel, kostengünstig und bequem. Einmal abge­schlossen, kann man sie über viele Jahre einfach laufen lassen. Für Eltern und Verwandte, die beim Sparen für Kinder bis 18 keinerlei Risiko eingehen wollen, empfehlen wir Festgeld-Angebote oder Banksparpläne.

 

Das Geld gehört dem Kind

Geld­anlage für Kinder unterliegt gewissen Regeln. Die wichtigste: Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, gehört dem Kind! Die Eltern verwalten es zwar, für sich selbst nutzen dürfen sie es jedoch nicht. Sobald das Kind 18 wird, kann es mit dem Geld machen, was es will. Die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr.

 

Sparen für Kinder – und dabei selbst Steuern sparen

Wer Geld auf den Namen eines Kindes oder Enkelkindes anlegt, kann dessen höheren Frei­betrag nutzen, um selbst Steuern zu sparen. Zurück­holen geht allerdings nicht. Außerdem müssen Eltern und Groß­eltern bei Spar­anlagen für Kinder darauf achten, dass ab bestimmten Beträgen das Kind nicht mehr kostenlos in der Kranken­versicherung der Familie mitversichert werden kann. Die beste Anlage für Kinder ist also die, bei der man auch die eigenen Finanzen im Augen behält.

 

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