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Bitcoin – Kryptowährung mit Risiken

Digitales Geld – im Internet geschürft. Lohnt es sich zu investieren? Wie funktioniert das Kryptogeld und wo können Verbraucher:innen Bitcoins kaufen?

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Virtuelle Währung mit großem Investmentrisiko
  • Betrugsfälle im Zusammenhang mit Bitcoin mehren sich
  • Bitcoin als Klimakiller und als Bezahlsystem für illegalen Handel

 

Vor wenigen Tagen erreichte der Kurs von Bitcoins ein neues Allzeithoch – um gleich darauf wieder abzustürzen. Der Bitcoin-Kurswert hängt von Angebot und Nachfrage ab; deshalb sind Bitcoins ein spekulatives Invest. Lohnt sich ein Einstieg in das virtuelle Zahlungsmittel?
Anleger:innen sollten sich beim Kauf nicht von unseriösen Händeln abzocken lassen und wissen, welche Risiken beim Handeln mit Bitcoins bestehen.

Generiert wird die digitale Währung, die erst seit 2009 besteht, dezentral von Computern. Dabei werden Verschlüsselungstechniken eingesetzt, die das Kopieren oder Fälschen dieser Internetwährung unmöglich machen sollen. „Es gibt weder Münzen noch Scheine: Bitcoins bestehen rein virtuell; hinter ihnen steht kein realer Wert“, erklärt Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen.

Verwaltet werden die Guthaben und Zahlungen in einem dezentralen Netzwerk: der Blockchain.

Betrug mit Bitcoins

Für Bitcoins gibt es einen regulären (Börsen-)Handel. Dort besteht „nur“ das Risiko der Spekulation. Doch parallel besteht eine Wolke von unseriösen Anbietern, die vornehmlich im Internet mit undurchsichtigen Offerten unterwegs sind. „Immer wieder kommen Verbraucher:innen zu uns in die Beratung, die beim Kauf oder Verkauf von Bitcoins betrogen wurden. Denn in der Niedrigzinsphase suchen viele Menschen nach neuen Möglichkeiten, ihr Geld gewinnbringend anzulegen“, berichtet Thomas Mai.
Die Tricks der Betrüger sind ausgefeilt. Mit Werbung im Internet, via
E-Mail und sogar mit persönlicher Beratung übers das Telefon oder einem Messengerdienst wie WhatsApp, schaffen die Betrüger Vertrauen. Die Geschäfte werden zumeist über seriös wirkende Internetseiten von ebenfalls seriös wirkenden Firmen abgeschlossen, die es Wirklichkeit gar nicht gibt. „Über diese Fakeshops fließt das Geld ins Ausland und ist für die Anleger:innen verloren“, sagt Thomas Mai.

Daran erkennen Verbraucher:innen Betrug

Bitcoins können an bestimmten Börsen gekauft werden. Alternativ auch auf bestimmten Handelsplattformen und Marktplätzen von anderen Nutzer:innen. Bei Bitcoins müssen Anleger:innen mit extremen Kursschwankungen rechnen. „Bei Bitcoins ist der Totalverlust grundsätzlich möglich, allerdings extrem unwahrscheinlich. Denn Bitcoins besitzen keinen inneren Wert und sind nicht durch eine staatliche Institution garantiert. Wer Bitcoins kauft, setzt deshalb auf eine rein spekulative Entwicklung, die mit herben Verlusten enden kann“, erklärt Thomas Mai.
Wer sich klassisch ein Bitcoin-Wallet zulegt (Geldbörse für die virtuelle Währung) sollte den eigenen Computer sehr gut absichern, um sich vor Diebstahl zu schützen. Aber auch ein Bitcoin-Konto auf einer der zahlreichen Handelsplattformen kann gehackt werden

Verbraucher:innen sollten kein Geld ins Ausland überweisen, um Biitcoins zu erwerben.
Es gibt auch die Möglichkeit mit Zertifikaten auf Bitcoinzuwächse zu spekulieren oder sich in einen Investmentfont einzukaufen.

Einen Rechtsanspruch, dass eine Bank, ein Händler oder eine Privatperson Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert gibt es nicht.

Bitcoin als Klimakiller und die dunkle Seite

„Mit den Anforderungen an die Technik, Bitcoins zu generieren und Transaktionen durchzuführen – es wird eine hohe Rechnerleistung benötigt, steigt auch der Energieverbrauch“, weiß Thomas Mai. Die Bundesbank wies bereits vor Jahren darauf hin, dass nur eine einzige Bitcointransaktion dem monatlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhauses in Deutschland entspricht.
Zudem werden auch heute noch im Darknet (die dunkle Seite des Internets) illegale Transaktionen für Waffen, Drogen oder Menschenhandel mit Bitcoins abgewickelt.

Fazit

Wer in Bitcoins investieren möchte, muss sich der großen Kursschwankungen bewusst sein. Totalverluste durch Hackerangriffe sind möglich. Vorsicht bei hohen Renditeversprechen, hier handelt es sich zumeist um unseriöse Anbieter.

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