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Welche Stolperfallen Sie auf den Weg zum Eigentum erwarten

In der Altersgruppe bis 40 Jahre träumt jeder Zweite von Haus oder Wohnung ohne Vermieter. Und weil die Bauzinsen sehr günstig sind, können sich viele Haushalte diesen Traum jetzt auch erfüllen. Wenn es da nicht vielfältige Stolpersteine gäbe.

Bis es zum Einzug in die neue eigene Immobilie braucht oft eine langen Atem und gute Nerven.

Die Lust der Deutschen auf eigene vier Wände ist ungebrochen, wie eine aktuelle Umfrage der BHW Bausparkasse zeigt. Wohneigentum macht glücklich, sagen 72 Prozent der Deutschen. Aber immer wieder bremsen langatmige Bürokratie sowie hohe Kauf- und Baunebenkosten diese Träume aus. Aktuell drohen Eigentümern durch die Erhöhung der Grundsteuer sogar neue finanzielle Belastungen.

Die angekündigte Entlastung von Baufamilien bei der Grunderwerbssteuer liegt dagegen offenbar auf Eis. Bereits im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung erklärt, hier einen Freibetrag zu prüfen, um Bauherren und Immobilienkäufer zu entlasten. Die Umsetzung des Vorhabens lässt allerdings auf sich warten. Die Grunderwerbssteuersätze, die je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent betragen, stellen für viele eine erhebliche finanzielle Hürde dar.

Langer Atem erforderlich

Weit mehr als die Hälfte vor allem der jungen Bauherren befürchtet zudem, dass der Weg zur eigenen Immobilie durch Auflagen und Wartezeiten erschwert wird. Denn in Deutschland dauern die Verfahren weiterhin lange: Bis Bauämter die nötigen Genehmigungen erteilen, können etliche Monate verstreichen. In vielen Behörden herrscht Personalmangel, die Anträge stapeln sich.

Ein weiteres Handicap für zügige und bauherrenfreundliche Genehmigungsverfahren sind Zehntausende unterschiedlicher regionaler und kommunaler Bauverordnungen. Auch wer nach passender finanzieller Unterstützung für sein Vorhaben sucht, braucht einen langen Atem: Die Fördermittelsuche des Bundes ist unübersichtlich und umfasst bislang nur Programme von Bund, Ländern und der EU. Die Hilfen von Kommunen, Städten und Energieversorgern sind nirgends erfasst.

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Orientierung im Förderdschungel

Die Lust zu bauen ist da. Was fehlt, sind Entbürokratisierung und mehr Transparenz. Sie sind notwendig, um junge Menschen zum Kauf von Wohneigentum zu ermutigen. Deshalb muss der Staat dringend bürokratische Hürden beseitigen und zum Beispiel Genehmigungsverfahren beschleunigen. Eine klare Übersicht über alle Fördermittel und kurze, direkte Wege zu deren Beantragung wären weitere wichtige Punkte. Eine einheitliche Datenbank für alle Förderprogramme könnte die Lösung sein.

Längst überfällig sind auch eine klare Linie und einheitliche Regelungen bei Grund- und Grunderwerbssteuer. Ein Land, das in Sachen Wohneigentumsquote im europäischen Vergleich an vorletzter Stelle steht, darf es sich nicht leisten, Bauherren, Käufer und Modernisierer durch immer mehr Investitionshürden zu verprellen. (fm)

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