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Ausgebrannte Häuser, überschwemmte Wohnzimmer, sturmumtoste Dachschäden

Warum die Absicherung von Haus und Wohnung so wichtig ist

Ausgebrannte Häuser, überschwemmte Wohnzimmer, sturmumtoste Dachschäden am Eigenheim fordern Hausbesitzer inzwischen rund ums Jahr heraus. Nur mit einer Elementarschadendeckung lassen sich alle Naturgefahren absichern. Vermittler haben hier einen wichtigen Beratungsauftrag zu erfüllen.

Weihnachten gemütlich zu Hause, unterm Baum, im Kreise der Lieben – so hatte sich das auch Familie Breitfeld aus dem nordhessischen Bergshausen vorgestellt. Doch am zweiten Weihnachtsfeiertag 2018 war Schluss mit dem besinnlichen Beisammensein. Ein defektes Kabel in der Dunstabzugshaube löste einen verheerenden Brand aus – die gesamte untere Etage des Hauses mitsamt Küche und Wohnzimmer wurde zerstört, zudem verloren zwei Katzen der Breitfelds ihr Leben.

So berichtet die „Hessische/ Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) über den Vorfall. Dabei hatte die Familie noch Glück im Unglück: Zusammen mit dem 22-jährigen Sohn konnte das Ehepaar in der vom Feuer verschonten oberen Etage unterkommen. Allerdings: „Durch den Ruß ist auch in allen anderen Räumen nichts mehr zu gebrauchen gewesen“, sagte Brandopfer Jens Breitfeld der Zeitung. Zum Glück gibt es Versicherungen, die für die Schäden aufkommen – die Wohngebäude- und die Hausratversicherung.

Letztere reguliert alle Schäden am beweglichen Eigentum, das in der Wohnung und den dazugehörigen Nebenräumen untergebracht ist – seien es Möbel, Bücher, Kleidung, Kinderspielzeug, Teppiche und Lampen, Geschirr, Computer und andere Elektrogeräte – im Übrigen auch Haustiere und sogar deren Futter, wie der Versicherungsverband GDV betont.

Eine Einbauküche gehört – anders als ein frei stehender Kühlschrank – hingegen nicht zum Versicherungsumfang, denn die ist fest mit dem Gebäude verbunden. „Wenn man ein Haus umdrehen und schütteln würde, ist alles, was dann rausfallen könnte, Sache der Hausratversicherung“, zitiert die „HNA“ den in der Branche geläufigen Merksatz, hier aus dem Mund des Versicherungsmaklers Knut Heinrich. Dabei beschränkt sich der Versicherungsschutz nicht nur auf die Wohnräume: „Manch einer hat zudem noch eine teure Sportausrüstung im Keller oder in der Garage stehen“, sagt Versicherungsvertreter Filippo Luminario, der als Geschäftsführer der Mercur Finanzdienstleistungen in Calw tätig ist. „Bei einem Schaden durch Feuer, Leitungswasser, Hagel, Sturm, Einbruch, Diebstahl und Vandalismus kommen hier beträchtliche Summen zusammen, welche zu einer großen Belastung führen, wenn dies alles ersetzt oder repariert werden muss“, gibt er zu bedenken.

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Das Problem:

Eine Hausratversicherung haben die Breitfelds nicht. Die Folge: Die mit Abstand teuerste Neuanschaffung stellt sie vor arge finanzielle Nöte – die Küche. Moment. Die Familie ist glücklicherweise im Besitz einer Wohngebäudeversicherung – muss die nicht die zerstörte Küche ersetzen? Kommt drauf an. Die Wohngebäudeversicherung ist als Pendant zur Hausratversicherung für alle fest verbundenen Hausbestandteile zuständig – etwa Wände, Fenster und Böden. So weit, so gut.

Bei einer Küche kommt es laut Makler Heinrich darauf an, ob es sich um eine extra angefertigte, fest eingebaute Küche handelt oder eine, die „sozusagen aus mehreren Elementen besteht und einfach reingestellt wurde“. Bei den Breitfelds scheint Letzteres der Fall zu sein. Die Evangelische Kirchengemeinde Fuldabrück-Bergshausen hat daher zu Spenden für die Familie aufgerufen.

Unter Versicherungsprofis kommt dieser, wenngleich gut gemeinte, Aufruf allerdings nicht sonderlich gut an. „Jahrelang Versicherungsbeiträge sparen und dann nach Spenden betteln …“, kommentiert Nutzer Robin D. das Geschehen auf der Facebook-Seite von Pfefferminzia – und erntet dafür binnen eines Tages 17 Likes. Nun, die Geschädigten würden den Vorwurf wohl von sich weisen. Er sei sich sicher, so Jens Breitfeld, dass bei einem vor Jahren abgeschlossenen Versicherungspaket auch der Hausrat integriert gewesen sei.

Warum er nun doch keine Absicherung habe, könne er sich nicht erklären, heißt es. „Ich weiß nicht, ob ich damals gekündigt habe oder das Unternehmen mir gekündigt hat“, rätselt er. „Ich weiß jedenfalls gar nichts davon.“

Wem jetzt ein spöttischer Kommentar durch den Kopf geht, der sollte lieber die Gelegenheit nutzen, einen prüfenden Blick in den eigenen Versicherungsordner zu werfen. Ist der Schutz auf dem neuesten Stand?

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Dies gilt vor allem im Hinblick auf Elementarschäden, die von folgenden Naturgefahren verursacht werden: Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau, Hochwasser und Schneedruck. Anders als die Ursachen Hagel, Sturm oder Blitzschlag, die von der Wohngebäude- oder Hausratpolice gedeckt sind, bedarf es zur Deckung von Naturgefahren einer gesonderten Elementarschadenversicherung, entsprechend auch als Naturgefahrenversicherung bekannt.

„Die Elementarschadenversicherung leistet bei Reparaturen im beziehungsweise am Haus oder bei Trockenlegung. Auch die Kosten für Reparatur oder Wiederbeschaffung des Hausrats übernimmt sie“, sagt Manuela Sies, Sprecherin der Ammerländer Versicherung. „Sie kann als Zusatzbaustein für Hausrat- und Wohngebäudepolicen abgeschlossen werden. Einige Versicherer bieten diesen gleich in Kombination damit an“, erklärt Sies unter dem noch frischen Eindruck des Sturmtiefs „Benjamin“, das sich im Januar über Deutschland austobte.

Unternehmensberater Peter Schmidt, der zugleich den deutschen Maklervertrieb der Oberösterreichischen Versicherung leitet, gibt allerdings zu bedenken, dass „nach unseren Erfahrungen zirka zwei Drittel der Menschen keinen Elementarschutz haben“.

Dabei muss ein guter und umfassender Schutz gar nicht teuer sein:

In der niedrigsten Hochwassergefährdungszone, der sogenannten ZÜRS-Zone 1, erhalten Verbraucher einen Elementarschutz für ihren Hausrat schon ab 7 Euro pro Jahr, berichtet das Vergleichsportal Check24 auf Basis einer internen Auswertung. Dabei umfasst Zone 1 rund 91 Prozent der Immobilien in Deutschland. Im Durchschnitt der betrachteten Tarife verteuere die Elementarabdeckung den Hausratbeitrag jährlich nur um 14 Euro, so Check24-Manager Benjamin Brook. Weitere 7 Prozent der Adressen liegen demnach in der nächsthöheren Gefährdungsklasse ZÜRS-Zone 2. Hier koste die Absicherung durchschnittlich 22 Euro pro Jahr, so Brook.

Für eine Elementarabdeckung in der Wohngebäudeversicherung fielen in Zone 1 Zusatzkosten zwischen 16 und 65 Euro jährlich an, im Schnitt 43 Euro. In Zone 2 betrage der Mehraufschlag durchschnittlich 79 Euro. Das sollte das Budget angesichts des beträchtlichen Schadenrisikos (siehe Grafik auf der vorherigen Seite) eigentlich hergeben.

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Wobei der Gang zum Vermittler die Chancen auf einen adäquaten Lückenschluss deutlich verbessern könnte im Vergleich zu einem eigenhändigen Online-Vergleich. Denn: „Während Verbraucher in einem Kundenportal den Elementarschutz dazuwählen müssen, gehen Makler in der Regel den anderen Weg: Der Kunde wählt den Schutz aktiv ab, wenn er diesen für nicht notwendig hält“, sagt Versicherungsprofi Schmidt.

Zudem beraten Makler ausführlich zur individuellen Risikolage. „Persönlich empfehle ich Maklern im Fall der Abwahl des EL-Schutzes durch den Kunden, dass dies auch entsprechend ausführlich in die Dokumentation aufgenommen wird“, fügt er hinzu. Wer als Makler so berate, dürfte „immer auf der sicheren Seite sein“, um im Schadenfall kein Haftungsrisiko einzugehen, so Schmidt.

Vielen Dank an die Pfefferminzia

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