Gesund im Winter – fünf Erkältungsirrtümer

Der Winter hat Deutschland im Griff. In dieser Jahreszeit erwischt es die meisten Menschen mit einer Erkältung. Es wird gehüstelt und geschnupft und an Ratschlägen mangelt es kaum. Aber stimmt, was einem da zu Ohren kommt? Die KKH Kaufmännische Krankenkasse Hamburg räumt mit fünf Erkältungsirrtümern auf.

Erkältungen durch Kälte?

Eine Erkältung bekommt man ausschließlich durch Viren, die sich über Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Berühren infizierter Türklinken, Rolltreppengeländer oder durch hustende und schniefende Menschen wie beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Fahrstuhl. Wird allerdings das Immunsystem durch Unterkühlung geschwächt, sind Mann oder Frau für Husten, Fieber und Schnupfen anfälliger.

Küssen wegen Ansteckungsgefahr verboten?

Erstaunlich: Viren, die dagegen von Mund zu Mund übertragen werden, sollen kaum eine Überlebenschance haben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Viren über den Mund direkt in den Magen-Darm-Trakt transportiert und dort unschädlich gemacht werden. Und: Das durch Küssen ausgeschüttete Hormon Dopamin soll sogar die Gesundheit fördern.

Viel Vitamin C beugt einer Erkältung vor?

Der Klassiker schlechthin. Vitamin C stärkt zwar das Immunsystem, aber die zusätzliche Aufnahme soll so gut wie nichts bringen. Durch die tägliche Nahrungsaufnahme ist der menschliche Körper bereits ausreichend mit Vitamin C versorgt – alles was darüber hinaus eingenommen wird, wird einfach wieder ausgeschieden.

Grog oder kein Grog?

Kräftiger Grog oder Glühwein „mit Schuss“ treiben die Erkältung aus: Bloß nicht! Alkoholische Heißgetränke scheinen nur am Anfang wohltuend zu wirken. Alkohol erweitert jedoch die Blutgefäße und bringt den Wärmehaushalt zum Erliegen. Viel Mineralwasser und heiße Tees dagegen lindern Husten und Halsschmerzen und versorgen den angeschlagenen Körper mit ausreichend Flüssigkeit.

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Mütze auf?

Mütze auf und nicht mit nassen Haaren in die Kälte. Doch die meiste Wärme verlieren wir an Körperteilen, die weiter vom Körperrumpf entfernt sind, also an Füßen und Händen. Lediglich ein Zehntel der Körperwärme gehen über den Kopf verloren.

Da er aber die am wenigsten mit Kleidung bedeckte Stelle ist und zudem mit vielen Nervenenden versehen ist, spürt man die Kälte dort besonders intensiv. Beim Sport im Winter heißt es darum immer: wärmende Sport- und Handschuhe anziehen. Und auch nach dem Sport schadet es natürlich nicht, eine Mütze aufzusetzen. (dr)

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