DVAG: Feuer in der Weihnachtszeit – wer zahlt?

Sie gehören zu Weihnachten wie Lebkuchen und Geschenke: Kerzen auf dem Adventskranz. Doch wenn plötzlich das Tannengrün brennt, kann schnell die gesamte Einrichtung in Flammen stehen. Welche Versicherung kommt für welche Schäden auf?

Wenn in der dunklen Jahreszeit Weihnachtsstimmung herrscht, brennen immer mehr Lichter und Kerzen in den Heimen der Bundesbürger. Die Gefahr dabei ist leider so akut, dass sie sogar einen eigenen Namen hat: Adventsbrand.

Jedes Jahr gibt es laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rund 10.000 solcher Brände. Das seien etwa 40 Prozent mehr Haus- und Wohnungsbrände als in der übrigen Zeit.

Versicherungsschutz muss überprüft werden

Fachleute warnen besonders vor trockenen Adventskränzen und Weihnachtsbäumen, bei denen schon ein Funke reicht, um sie in Brand zu setzen.

“Egal ob Eigentümer oder Mieter, der Versicherungsschutz sollte in jedem Fall vorab überprüft werden”, so die Experten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG).

Sie erklären, was die Hausratversicherung im Brandfall abdeckt und warum eine Wohngebäudeversicherung sinnvoll ist.

Bei Brandschäden im Wohnraum greift die Hausratversicherung. Über die ruinierten Geschenke, den verkohlten Holztisch oder den verschmorten Computer brauchen sich Kinder und Eltern keine Sorgen zu machen.

“In der Hausratversicherung sind prinzipiell alle beweglichen Güter abgedeckt – bildhaft also all das, was aus einem Haus herausfallen würde, wenn man es ohne Dach umdrehen und schütteln würde”, erklären die Profis der DVAG.

Dabei ersetze die Versicherung alle Verluste, die sowohl durch das Feuer, als auch durch das Löschwasser entstehen.

Was übernimmt die Wohngebäudeversicherung?

Wenn es brennt, ist schnell mehr als nur der Hausrat zerstört: Wände sind fleckig, Holzrahmen oder Bodenbeläge müssen ausgetauscht werden.

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Schäden am Gebäude, wie beispielsweise durch Ruß, werden von der Wohngebäudeversicherung übernommen. Für Immobilienbesitzer also eine wichtige Absicherung.

Grundsätzlich gilt: Schäden sollten so schnell wie möglich mit einem Protokoll, Fotos und gegebenenfalls Zeugenaussagen gemeldet werden, damit der Versicherte seine Leistungen zügig erhalten kann.

Als wichtigste Regel gilt es, offenes Feuer nie aus den Augen zu lassen. Wer beispielsweise das Haus verlässt und vergisst, die Adventskerzen auszupusten, handelt grob fahrlässig.

Aber auch, wenn der Weihnachtsschmaus kurz aus den Augen gelassen wird und währenddessen weiter auf dem Herd kocht, kann das als grob fahrlässig eingestuft werden. Entsteht in diesem Moment ein Brand, zahlen viele Versicherungen den Schaden nicht.

“Damit Verbraucher nicht auf den Kosten sitzen bleiben, sollten sie einen Tarif wählen, bei dem im Vertrag ausdrücklich festgehalten ist, dass die Versicherung sämtliche Schäden auch bei grober Fahrlässigkeit zahlt”, sagen die Versicherungsprofis.

Deshalb unbedingt das Kleingedruckte prüfen und Unklarheiten mit einem persönlichen Berater klären.

Sicherheitstipps zur Weihnachtszeit:

  • Brennende Kerzen nie ohne Aufsicht
  • Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhänge) aufstellen
  • Kerzen frühzeitig löschen
  • Kerzen gehören immer in standfeste, nicht brennbare Halterungen
  • Weihnachtsbaum sicher und stabil aufstellen
  • Beim Kauf von Elektroprodukten, wie zum Beispiel elektrische Kerzen, auf das Prüfzeichen des Verbands deutscher Elektrotechnik (VDE) achten
  • Rauchmelder regelmäßig überprüfen
  • Im Brandfall nur dann mit dem Löschen beginnen, wenn man sich dabei nicht selbst gefährdet

(bm) Vielen Dank an Cash.Online

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