Betraut sein

Wesentliches Merkmal der Unterscheidung ist, ob der Vermittler vom Versicherer mit der Vermittlung oder dem Abschluss von Versicherungsverträgen betraut ist (§ 59 Absatz 2 VVG). Die Vereinbarung einer Vermittlungspflicht des Vermittlers gegenüber dem Versicherer ist ausschlaggebend für die Einordnung als Versicherungsvertreter. Courtagevereinbarungen verpflichten den Vermittler dagegen nicht zur Tätigkeit für den Versicherer; er wird dadurch nicht „betraut”. Selbst wenn der Makler bevorzugt Verträge mit Versicherern vermittelt, die eine höhere Courtage zahlen, wird er allein dadurch noch nicht zum Versicherungsvertreter, solange der Makler in seiner Entscheidung, ob er Verträge mit einem bestimmten Versicherungsunternehmen vermittelt, frei bleibt.

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