50 Jahre Kfz-Forschung im AZT

  • Das Forschungsinstitut der Allianz feiert sein 50-jähriges Bestehen
  • Das AZT steht für Kompetenz in der Fahrzeugtechnologie- und Sicherheitsforschung
  • Aktueller Forschungsschwerpunkt ist das assistierte und automatisierte Fahren

 

1971 gründete Professor Maximilian Danner unter dem Dach des bereits bestehenden Allianz Zentrum für Technik das Institut für Kraftfahrzeugtechnik – den Vorläufer der heutigen AZT Automotive GmbH. Als Forschungsinstitut der Allianz untersucht die AZT Automotive GmbH aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Automobiltechnologie, Reparaturtechnik, Fahrzeug- und Straßenverkehrssicherheit.

Seit nunmehr 50 Jahren steht das AZT für Kompetenz in der Fahrzeugtechnologie und Sicherheitsforschung. Ob Sicherheitsgurt, Airbag, Diebstahlsicherheit, Fahrassistenzsysteme oder Crashtests: Das AZT hat maßgeblich zur Etablierung von heute selbstverständlichen Sicherheitssystemen im Auto beigetragen, weltweite Standards gesetzt und eine Vielzahl von Studien zur Verkehrssicherheit veröffentlicht.

„Mit dem Allianz Zentrum für Technik haben wir eine einzigartige Einrichtung, um relevante Entwicklungen im Automobilbereich sowie deren Einfluss auf die Kfz- Versicherung und die entsprechenden Schadenprozesse frühzeitig zu erkennen. Die Expertise aus 50 Jahren Automobilforschung kommt nicht nur der Allianz zugute, sondern wird auch in externen Branchenkreisen hoch geschätzt“, sagt Jochen Haug, Schadenvorstand der Allianz Versicherungs-AG.

 

Kleine Geschichte des AZT

Als sich Anfang der 70er-Jahre die Reparaturkosten bei Kraftfahrzeugschäden drastisch erhöhten und die Autoversicherung spürbar verteuerten, entschloss sich die Allianz Versicherungs-AG, ihrem 1932 in Berlin gegründeten und 1962 nach Ismaning bei München verlegten Allianz Zentrum für Technik einen eigenen Geschäftsbereich Kraftfahrzeugtechnik anzugliedern.

Dessen Initiator und Leiter, Prof. Dr.-Ing. Max Danner, begann 1971 mit seinen Mitarbeitern, Unfallschäden systematisch zu erforschen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie vermieden oder in ihren Auswirkungen beim Crashverhalten und in der Fahrzeugreparatur begrenzt werden können.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen des AZT zum Beispiel auf den Gebieten Sicherheitsgurt, Airbag, Kinderrückhaltesystem, Transport von Kindern mit dem Fahrrad, Hund im Auto, Motorradunfall, Autositze und Kopfstützen haben Risiken für die Verkehrsteilnehmer deutlich gemacht. Im Jahr 1993 entwickelte das AZT zudem das Anforderungsprofil für die elektronische Wegfahrsperre, das 2019 um ein Anforderungsprofil für den Autoschlüssel im Smartphone ergänzt wurde.

Der in den 2000er Jahren neu gegründete Arbeitsbereich „Unfallforschung und Unfallverhütung“ setzte einen zusätzlichen Fokus auf das Verhalten der Menschen im Straßenverkehr.

Im November 2006 stellte das AZT einen neuen Crashtest für Stoßfänger vor, der von einer Expertengruppe des Research Council for Automobile Repairs (RCAR) unter Leitung des AZT entwickelt wurde. Der Bumper-Test ist ein Crashtest für leichte Auffahrunfälle im Straßenverkehr mit niedrigen Geschwindigkeiten und seit 2010 in Deutschland Bestandteil der Versicherungseinstufung. Dabei kann sich die Versicherungseinstufung in Abhängigkeit vom Ergebnis um bis zu zwei Klassen verändern.

 

Slogan 2021: Driving Tomorrow

Aktuelle Herausforderungen liegen im vernetzten, assistierten und automatisierten Fahren. Dazu passt das neue Motto des AZT „Driving Tomorrow“. Als Partner der Automobilindustrie hat das Forschungsinstitut Testfelder und Erprobungsfahrzeuge in vielen europäischen und weltweiten Märkten begleitet und forscht schon seit vielen Jahren an Advanced Driver Assistance Systems. Das AZT ist Partner bei europäischen Forschungsprojekten zum hochautomatisierten Fahren wie dem L3-Pilot. Das Forschungsvorhaben erstreckt sich vom Parken und Überholen bis hin zum Fahren auf städtischen Kreuzungen. Mit rund 1000 Testfahrern und 100 Fahrzeugen in elf europäischen Ländern werden Daten zur Bewertung technischer Aspekte, der Nutzerakzeptanz, des Fahr- und Reiseverhaltens sowie des Einflusses der Automationsfunktionalitäten auf Verkehr und Gesellschaft erhoben. Die Abschlussveranstaltung wird noch dieses Jahr in Hamburg beim ITS World Congress stattfinden.

„Wir stehen in den kommenden Jahren vor großen Umbrüchen in der Automobiltechnologie und Mobilität. Die Fahrzeuge werden elektrisch, in hohem Maße vernetzt und zunehmend assistiert und automatisiert sein. Damit einher gehen viele Chancen für die Verkehrssicherheit, aber auch neue Risiken, und wir erwarten einen Wandel der Autoversicherung hin zu einem noch stärker datengetriebenen, technologiebasierten Produkt“, sagt Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer der AZT Automotive GmbH.

 

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