Weihnachtsgeschenke richtig umtauschen

Über Geschenke unterm Tannenbaum freuen sich Jung und Alt.

Aber was ist, wenn beim Auspacken etwas zum Vorschein kommt, was partout nicht gefällt – oder gar defekt ist?
Muss der Händler das Produkt zurücknehmen?
Was ist beim Umtausch zu beachten?
Und wie sind digitale Produkte zu handhaben?

Wurde das unwillkommene Geschenk im Laden gekauft, kann man es nicht ohne Weiteres zurückgeben. Denn bei einwandfreier Ware haben Kundinnen und Kunden erst einmal keinen Anspruch auf Umtausch. Grundsätzlich gilt hier: Gekauft ist gekauft.

Viele Händler tauschen allerdings aus Kulanz die Ware um. Am besten sollte der Käufer bereits beim Erwerb des Geschenks nach den geltenden Konditionen fragen und sich diese unbedingt schriftlich geben lassen. Manchmal stehen die Bedingungen für einen Umtausch auch auf der Quittung – wie etwa die Rückgabefrist. Oder aber an der Kasse hängt ein entsprechender Aushang mit den Umtauschregeln.

Wer das Geschenk zurückgeben will, sollte in jedem Fall den Kassenzettel dabei haben. Wurde per Lastschrifteinzug bezahlt, reicht der Kontoauszug. Zudem sollte das Preisetikett möglichst noch an der unbenutzten Ware sein. Ein Anspruch auf Auszahlung des Warenwerts gilt nicht. Stattdessen gibt es oft einen Gutschein in Höhe des Kaufpreises.

Anderes gilt für Geschenke, die im Internet, per E-Mail, SMS, Telefon, Brief oder Fax bestellt wurden. Hier gilt grundsätzlich eine Widerrufsfrist von 14 Tagen. Nach dem Widerruf muss die Käuferin oder der Käufer die Ware wiederum innerhalb von zwei Wochen zurückschicken. Gerade zu Weihnachten gewähren viele Händler auch eine längere Rücksendefrist.
Hat die Verkaufsstelle die Ware zurückerhalten beziehungsweise kann der Käufer nachweisen, dass die Ware ordnungsgemäß zurückgeschickt wurde, ist sie verpflichtet, den Kaufpreis zurückzuerstatten.

Seit Juni 2014 müssen Verbraucher grundsätzlich die Rücksendekosten tragen. Vorausgesetzt, die Verkaufsstelle hat darüber – etwa auf der Webseite – vorab informiert. Allerdings übernehmen viele Händler die Rücksendekosten nach wie vor auf freiwilliger Basis.Das Widerrufsrecht gilt allerdings nicht bei verderblicher oder maßgefertigter Ware und bei entsiegelten CDs.

Wichtig: Die Frist für den Widerruf beginnt erst ab dem Datum der Lieferung, nicht dem der Rechnung. Und: Sie müssen den Widerruf eindeutig erklären, etwa per E-Mail. Die Ware einfach nur zurückzuschicken, zählt in der Regel nicht als Widerruf.

Ist das neu gekaufte Produkt defekt, kann dieses sogar innerhalb von zwei Jahren zurückgegeben werden. Wurde die Ware bereits genutzt, gilt eine Frist von mindestens einem Jahr. Das gilt auch bei reduzierter Ware oder bei Sonderangeboten.

Die Reklamation sollte am besten immer schriftlich erfolgen. Dabei muss der Käufer in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf nicht beweisen, dass der Mangel von Anfang an bestanden hat – das Gesetz gilt hier zugunsten des Verbrauchers. Es sei denn, der Verkäufer kann aufzeigen, dass der Fehler auf das Verhalten des Käufers zurückgeht. Allerdings haftet bei schlecht verständlichen oder fehlerhaften Montage- oder Bedienungsanleitungen der Verkäufer.
Anderes gilt nach Ablauf der sechs Monate: Dann muss der Kunde stets belegen, dass die Ware bereits beim Kauf defekt war. Erst dann kann er das sogenannte Gewährleistungsrecht in Anspruch nehmen.

Mangelhafte Ware kann der Händler zunächst reparieren. Bleibt dies erfolglos, muss er die Ware umtauschen oder das Geld erstatten.

Auch hier stehen dem Käufer im Mangelfall Gewährleistungsansprüche zu. Zu den digitalen Inhalten gehören etwa Computerprogramme, Apps, Musik oder auch Texte, die heruntergeladen werden können. Welche Ansprüche im Fall im Einzelfall gegeben sind, richtet sich nach dem jeweiligen Vertragstypen, dem der Erwerb der Inhalte zuzuordnen ist. Liegt beispielsweise ein Kaufvertrag vor, gelten die oben genannten kaufrechtlichen Gewährleistungsregelungen.

Garantien sind freiwillige Zusatzleistungen, meist vom Hersteller, zunehmend auch von Geschäften. Oft enthalten sie das Versprechen, dass die Ware oder Einzelteile eine bestimmte Zeit lang halten. Innerhalb einer guten Hersteller- oder Zusatzgarantie müssen Käufer nicht beweisen, dass sie den Mangel nicht verursacht haben. Man hat dann die Rechte, wie sie in der Garantie von der Verkaufsstelle versprochen wurden. Üblicherweise sind das Reparatur oder Umtausch.

Wichtig: Käufer können frei wählen, ob sie die Gewährleistung oder die Garantie in Anspruch nehmen. Das Geschäft darf bei einer Reklamation nicht auf die Garantie des Herstellers verweisen.

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